Ökumenische Initiativen

Um die rasante Ausbreitung der Infektion mit dem Corona-Virus zu verhindern, müssen die sozialen Kontakte der Menschen massiv begrenzt werden – auch im Bereich der Kirche. In dieser Zeit der Einschränkungen und Isolation starten die katholischen (Erz-)Bistümer und Evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen eine ökumenische Initiative: In allen Kirchengemeinden erklingen ab Sonntag, 22. März, täglich um 19.30 Uhr für fünf Minuten die Kirchenglocken, um Menschen zu Gebet und Innehalten einzuladen und so miteinander zu verbinden.
„Glockenläuten verbindet: Menschen mit Gott, Menschen untereinander, Himmel und Erde“, schreibt Generalvikar Alfons Hardt. Das Glockenläuten lade zum persönlichen Innehalten, zu Stille und Gebet zu Hause ein. „Da öffentliche Gottesdienste zurzeit nicht gefeiert werden dürfen, werden wir durch das gleichzeitige Gedenken und Bedenken beim Läuten der Glocken an unterschiedlichen Orten zu einer lebendigen Gemeinschaft.“

In einer ebenfalls ökumenischen Aktion laden in den Kreisen Höxter und Paderborn die Kirchengemeinden sonntags um 10 Uhr zum gemeinsamen Gebet ein. Zu dieser Zeit werden die Glocken wie zu einem Gottesdienst läuten; im Anschluss erklingen – wo möglich – neun einzelne Glockenschläge als Vaterunser-Läuten, mit dem dazu aufgerufen wird, gemeinsam wenn auch an unterschiedlichen Orten das Vaterunser zu sprechen.So sollen die Gläubigen, auch wenn sie nicht zusammen kommen können, doch miteinander beten.
Katholische Christen sind zudem eingeladen, morgens, mittags und abends den „Engel des Herrn“ zu beten. Alle Christen sind beim Tagesläuten angesprochen, im Gebet inne zu halten.

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